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Success StoryDer Erfolg eines Build-Ups setzt ein solides Management und ein entschlossenes Vorgehen voraus. Die bereitgestellten Mittel sind bei der Schaffung von Werten lediglich von untergeordneter Bedeutung. Im Fall von Linedata Services, einem schwerpunktmäßig im Management von Portfolios, Unternehmenssparplänen, Krediten und Finanzierungen tätigen IT-Unternehmen, verfügte die erste zugekaufte Gesellschaft über ein leistungsfähiges Management, das seine strategische Vision anhand eines hochprofitablen Geschäftsmodells (Application Service Provider) verfolgte. Die Erwerbsstrategie sah eine Konzentration auf solche Bereiche vor, die bereits in der Gruppe vertreten waren und bei denen die führende Position in der Branche zunächst in Frankreich und später in Europa angestrebt wurde. Das Konzept der Kernaktivitäten wurde auf intelligente und kreative Weise umgesetzt. Linedata Services, vormals GSI Division des Banques, stieß im Rahmen eines Zukaufs auf einen wenig ausgebauten Zweig im Bereich der Softwarelösungen für die Verwaltung von Krediten. Ausgehend von der Kundenstruktur und den wenigen Anbietern in diesem Nischenmarkt ging man hier von möglichen Synergieeffekten aus. Zudem wurden in einer Marktstudie über die wichtigsten Entwicklungen der Branche potentielle Ziele identifiziert: Mit der im Juni 2000 erworbenen Gesellschaft EKIP stieg Linedata zum führenden europäischen Anbieter auf. Für die erfolgreiche Identifizierung von weiteren strategischen Erwerbszielen ist ein starker Finanzpartner und dessen Informationsnetz von entscheidender Bedeutung. Sowohl Kapitalgeber als auch Unternehmen spielen im Erwerbsprozess eine
wichtige Rolle. Die Integration ist eine weitere Schlüsselkomponente bei Build-Ups. Bei Linedata Services wurde Ende Juli über einen Erwerb verhandelt. Dieser wurde jedoch erst Anfang September abgewickelt, damit die Mitarbeiter nicht im August - und damit während der Urlaubssaison - darüber in Kenntnis gesetzt würden. Der Austausch von Mitarbeitern zwischen den verschiedenen Gesellschaften ist ein weiterer wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Integration. Bei der Betrachtung der Investition gilt es zu berücksichtigen, dass die Änderungen des Konsolidierungskreises nicht zu falschen Auslegungen der Rentabilitätszahlen führen. Die Konzepte der Rentabilität des angelegten Kapitals und der Pro-forma-Analyse sind daher essentiell. Die Finanzplanung muss in der Lage sein, sich der Build-Up-Strategie
anzupassen. So kann beispielsweise das anfänglich eingesetzte Fremdkapital ein
recht geringes Volumen aufweisen. Auf diese Weise werden keine übermäßig hohen
Verpflichtungen eingegangen und die Gesellschaft gerät auch dann nicht in eine
schwierige Lage, wenn das externe Wachstum anders als erwartet verläuft.
Abhängig von der Entwicklung des Unternehmens kann das eingesetzte Fremdkapital
im weiteren Verlauf analog zum Cashflow verändert werden. AXA Private Equity übernahm für Linedata Services die Vorauswahl der
Finanzvermittler, die endgültige Auswahl erfolgte selbstverständlich gemeinsam
mit dem Unternehmen. Die interne und externe Kommunikation ist ein weiterer Schlüsselfaktor bei Build-Up-Strategien. Ohne entsprechende Maßnahmen ist die Außendarstellung der neu gegründeten Gruppe möglicherweise unzureichend oder nicht angemessen. Eine solche Strategie trägt zur Beschleunigung des Wachstums bei. Als
Veranschaulichung dient die Höhe des Umsatzes der Gesellschaft, den sie 1998
erzielte, als AXA Private Equity das Management von GSI Division des Banques
beim Erwerb der Gesellschaft beriet: |
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