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Eine effiziente Build-Up-Strategie
Linedata services

Success Story

Der Erfolg eines Build-Ups setzt ein solides Management und ein entschlossenes Vorgehen voraus. Die bereitgestellten Mittel sind bei der Schaffung von Werten lediglich von untergeordneter Bedeutung.

Im Fall von Linedata Services, einem schwerpunktmäßig im Management von Portfolios, Unternehmenssparplänen, Krediten und Finanzierungen tätigen IT-Unternehmen, verfügte die erste zugekaufte Gesellschaft über ein leistungsfähiges Management, das seine strategische Vision anhand eines hochprofitablen Geschäftsmodells (Application Service Provider) verfolgte.

Die Erwerbsstrategie sah eine Konzentration auf solche Bereiche vor, die bereits in der Gruppe vertreten waren und bei denen die führende Position in der Branche zunächst in Frankreich und später in Europa angestrebt wurde. Das Konzept der Kernaktivitäten wurde auf intelligente und kreative Weise umgesetzt. Linedata Services, vormals GSI Division des Banques, stieß im Rahmen eines Zukaufs auf einen wenig ausgebauten Zweig im Bereich der Softwarelösungen für die Verwaltung von Krediten. Ausgehend von der Kundenstruktur und den wenigen Anbietern in diesem Nischenmarkt ging man hier von möglichen Synergieeffekten aus. Zudem wurden in einer Marktstudie über die wichtigsten Entwicklungen der Branche potentielle Ziele identifiziert: Mit der im Juni 2000 erworbenen Gesellschaft EKIP stieg Linedata zum führenden europäischen Anbieter auf. Für die erfolgreiche Identifizierung von weiteren strategischen Erwerbszielen ist ein starker Finanzpartner und dessen Informationsnetz von entscheidender Bedeutung.

Sowohl Kapitalgeber als auch Unternehmen spielen im Erwerbsprozess eine wichtige Rolle.
Bei allen unseren Build-Ups wird ein gemischtes Team aufgestellt, zu dem neben zwei oder drei Managern der Gesellschaft mindestens ein Vertreter von AXA Private Equity für die rechtlichen und finanziellen Aspekte der Transaktion gehören. Die Schlussverhandlungen werden gemeinsam vom Vorsitzenden der Gesellschaft und einem Mitglied des AXA Private Equity Teams geführt, sodass sowohl das Management als auch der Kapitalgeber gleichermaßen in die Verantwortung gezogen werden.
Bei Linedata Services wurde dieser Ansatz im Laufe der Monate immer weiter perfektioniert: Zwischen 1998 und 2002 konnten sieben Transaktionen, drei davon im Ausland, erfolgreich getätigt werden.

Die Integration ist eine weitere Schlüsselkomponente bei Build-Ups.
Den Gesellschaften, die eine Build-Up-Strategie verfolgen, müssen schnell umsetzbare Lösungen für das Berichtwesen zur Verfügung gestellt werden. Allerdings wird trotz solcher Lösungen die Anwesenheit der Konzernspitze vor Ort stets erforderlich sein. Sie muss regelmäßig in den neu erworbenen Tochtergesellschaften ansprechbar sein, um so Gerüchten oder unberechtigten Befürchtungen vorzubeugen.

Bei Linedata Services wurde Ende Juli über einen Erwerb verhandelt. Dieser wurde jedoch erst Anfang September abgewickelt, damit die Mitarbeiter nicht im August - und damit während der Urlaubssaison - darüber in Kenntnis gesetzt würden. Der Austausch von Mitarbeitern zwischen den verschiedenen Gesellschaften ist ein weiterer wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Integration.

Bei der Betrachtung der Investition gilt es zu berücksichtigen, dass die Änderungen des Konsolidierungskreises nicht zu falschen Auslegungen der Rentabilitätszahlen führen. Die Konzepte der Rentabilität des angelegten Kapitals und der Pro-forma-Analyse sind daher essentiell.

Die Finanzplanung muss in der Lage sein, sich der Build-Up-Strategie anzupassen. So kann beispielsweise das anfänglich eingesetzte Fremdkapital ein recht geringes Volumen aufweisen. Auf diese Weise werden keine übermäßig hohen Verpflichtungen eingegangen und die Gesellschaft gerät auch dann nicht in eine schwierige Lage, wenn das externe Wachstum anders als erwartet verläuft. Abhängig von der Entwicklung des Unternehmens kann das eingesetzte Fremdkapital im weiteren Verlauf analog zum Cashflow verändert werden.
Die Präsenz des Kapitalgebers darf die Entwicklung des Unternehmens jedoch auf keinen Fall behindern. Bei Linedata Services hat AXA Private Equity daher die finanziellen Bedingungen des Erwerbs so gestaltet, dass das Management auch weiterhin die volle Kontrolle über die Gruppe ausübte. Durch den Einsatz von "Certificats d'Investissement" (stimmrechtlose Anteile) und von "Certificats de Droit de Vote" (Anteile mit Stimmrecht) konnte das Entwicklungspotential unbeeinträchtigt fortbestehen. Das Management wollte auch weiterhin seine Unabhängigkeit bewahren und AXA Private Equity sah für seinen Exit einen Zeithorizont von maximal drei bis vier Jahren vor. Angesichts dieser beiden Faktoren war die Börse als Exitlösung nahe liegend.

AXA Private Equity übernahm für Linedata Services die Vorauswahl der Finanzvermittler, die endgültige Auswahl erfolgte selbstverständlich gemeinsam mit dem Unternehmen.
Die Einführung sah geteilte Rollen vor: AXA Private Equity konzentrierte sich auf die Verhandlung mit den Banken hinsichtlich Bewertung, Bedingungen und Volumen der Transaktion und erstellte gemeinsam mit dem Management den Emissionsprospekt und den entsprechenden Marketingplan. Darüber hinaus schloss AXA Private Equity eine Vereinbarung mit dem Management, in der letzterem die Kontrolle über Linedata Services zugesichert wurde - ein wichtiger Aspekt für potentielle Aktionäre.

Die interne und externe Kommunikation ist ein weiterer Schlüsselfaktor bei Build-Up-Strategien. Ohne entsprechende Maßnahmen ist die Außendarstellung der neu gegründeten Gruppe möglicherweise unzureichend oder nicht angemessen.

Eine solche Strategie trägt zur Beschleunigung des Wachstums bei. Als Veranschaulichung dient die Höhe des Umsatzes der Gesellschaft, den sie 1998 erzielte, als AXA Private Equity das Management von GSI Division des Banques beim Erwerb der Gesellschaft beriet:
Der Umsatz betrug etwa € 12 Mio. und die Zahl der Mitarbeiter lag bei 80. Bis 2003 hat sich der Umsatz auf € 100 Mio. verachtfacht, die Betriebsmarge liegt über 16 % und die Zahl der Mitarbeiter beläuft sich auf 700 in Europa und den USA. Seit Mai 2000 ist die Gesellschaft am Nouveau Marché der Pariser Börse notiert. Der aktuelle Kurs liegt bei € 16 und damit nahe am Einführungskurs von € 17. Die Beteiligung von AXA Private Equity wurde auf 7 % gesenkt, Management und Mitarbeiter der Gruppe üben weiterhin die Kontrolle aus.

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